MÜNSTER 06.05.2017

Olympiasiegerinnen Ludwig und Walkenhorst Publikumsmagneten am Schlossplatz

Bei sommerlichen Temperaturen zeigten zahlreiche nationale und internationale Top-Teams der Beachvolleyball-Szene am Samstag, 6. Mai, auf dem Schlossplatz in Münster ihr Können. Neben den Olympiasiegerinnen von 2016, Laura Ludwig/Kira Walkenhorst, traten Madelein Meppelink/Sophie van Gestel (NED) sowie die Weltranglistenersten, Aleksandrs Samoilovs/Janis Smedins (LAT), und Alexander Brouwer/Robert Meeuwsen (NED) beim smart super cup in der Fahrradstadt Münster an. „Das ist eines der besten Teilnehmerfelder, die wir jemals auf der smart beach tour hatten“, freute sich der Veranstalter der smart beach tour, Frank Mackerodt.

Für jede Menge Euphorie und beste Stimmung auf den Rängen sorgten am ersten Hauptfeldtag des smart super cup Münster die Olympiasiegerinnen Laura Ludwig und Kira Walkenhorst. In Münster bestritt das Erfolgs-Duo ihr erstes gemeinsames Turnier 2017. Trotz gerade überstandener Schulter-OP von Laura Ludwig und damit verbundenen leichten Beeinträchtigungen in Angriff und Abwehr zeigte das HSV-Duo eine tolle Leistung. Obwohl die Abwehrspezialistin im Angriff häufig auf ihre schwächere linke Schlaghand ausweichen musste, gewann das HSV-Duo ihre ersten beiden Partien gegen Karoline Fröhlich/Lisa-Sophie Kotzan und Anna Behlen/Yanina Weiland jeweils mit 2:0. Erst im Viertelfinale am frühen Abend gegen das an Position vier gesetzte Duo Karla Borger/Margareta Kozuch mussten Ludwig/Walkenhorst eine Niederlage hinnehmen. „Die Techniker Arena“ auf dem Schlossplatz war bei diesem Duell bis auf den letzten Platz gefüllt. Die Kontrahentinnen boten dem begeisterten Publikum ein hochspannendes Match um den Einzug in das Semifinale. Mit 21:17 und 30:28 sicherten sich Borger/Kozuch den dritten Sieg im dritten Spiel und zogen damit bei ihrem ersten gemeinsamen Turnier in Deutschland in das Halbfinale ein. Die Olympiasiegerinnen müssen damit den ungewohnten Umweg über die Verliererrunde antreten und sind bereits am Sonntagmorgen um 8:30 Uhr gegen die Vereinskolleginnen Victoria Bieneck/Isabel Schneider gefordert. Dann werden auch die an Position zwei gesetzten Chantal Laboureur/Julia Sude um ihren Platz im Halbfinale kämpfen müssen. Im letzten Spiel des Tages musste das Duo aus Baden-Württemberg die erste Niederlage gegen Meppelink/van Gestel hinnehmen. Die Niederländerinnen stehen nach dem 2:0 ohne Spiel- und Satzverlust bereits in der Runde der besten vier Teams von Münster. Damit hat das Duo gute Chancen, ihren Titel vom Gastspiel 2013 in Münster zu wiederholen.

Einen guten Saisonstart legten der für den UCS Münster startende Paul Becker und sein neuer Partner Jonas Schröder hin. Das Duo, das am Freitag zunächst die Qualifikation für das Hauptfeld erfolgreich bestritt, begann den Hauptfeldtag mit zwei 2:0-Siegen über Lorenz Schümann/Julius Thole und Interimsduo Tim Holler/Stefan Windscheif. Im Viertelfinale trafen Becker/Schröder auf das niederländische Top-Team Brouwer/Meeuwsen, das bei den Olympischen Spielen 2016 die Bronzemedaille gewann. Trotz einer couragierten Leistung und lautstarker Unterstützung von den Rängen musste sich das Team mit 0:2 geschlagen geben, während die Niederländer den Einzug in das Halbfinale feierten. Am Sonntagmorgen haben Becker/Schröder mit einem Sieg gegen Philipp Arne Bergmann/Yannick Harms noch eine weitere Chance auf das Semifinale.
In einem spannenden Drei-Satz-Match gegen Alexander Walkenhorst/Sven Winter sicherten sich neben Brouwer/Meeuwsen außerdem Sebastian Fuchs und Eric Stadie ungeschlagen den Einzug in das Halbfinale.
Das zweite Münsteraner Männerteam im Hauptfeld, Bennet und David Poniewaz belegte den siebten Platz, nachdem die Zwillingsbrüder sich den Weltranglistenersten Samoilovs/Smedins denkbar knapp mit 1:2 geschlagen geben mussten. Die Letten wahren sich somit die Chance auf das Halbfinale, das sie am Sonntagmorgen mit einem Sieg über Walkenhorst/Winter erreichen können.

Am Sonntag, 7. Mai, startet der smart super cup Münster um 8:30 Uhr mit den Spielen um die letzten Plätze im Halbfinale. Ab 12 Uhr fallen dann in den Spielen um den dritten Platz die ersten Treppchen-Entscheidungen der Beachvolleyball-Saison 2017. Den Höhepunkt des mit 40.000 Euro dotierten Saisonauftakts bilden abschließend die Endspiele der Frauen und Männer.