MÜNSTER 07.05.2017

Olympiasiegerinnen holen in Münster spektakulär den ersten Titel der Saison

„Die Techniker Arena“ war auch am letzten Tag des smart super cup Münster wieder bis auf den letzten Platz gefüllt. Von Freitag, 5. Mai, bis Sonntag, 7. Mai, konnten die Veranstalter des Auftaktturniers der smart beach tour rund 28.000 Zuschauer auf dem Schlossplatz begrüßen.

Die zahlreichen Zuschauer kamen beim Finale der Frauen voll auf ihre Kosten. Das Duell der beiden deutschen Top-Teams Laura Ludwig/Kira Walkenhorst und Chantal Laboureur/Julia Sude entwickelte sich zu einem wahren Schlagabtausch auf Augenhöhe. Über die volle Distanz von drei Sätzen bot das Endspiel der Frauen spektakuläre Angriffs- und Abwehraktionen. Den ersten Durchgang sicherten sich Laboureur/Sude in der Verlängerung mit 29:27. Anschließend glichen die Olympiasiegerinnen dank hervorragender Blockarbeit von Kira Walkenhorst denkbar knapp mit 21:19 nach Sätzen aus. Der entscheidende Tie-Break glich dann einer wahren Nervenschlacht, in der Laboureur/Sude acht Matchbälle der Weltranglistenersten Ludwig/Walkenhorst abwehrten, bevor Laura Ludwig mit einer spektakulären Abwehraktion den entscheidenden Punkt zum 25:23 machte.
Obwohl Laura Ludwig noch mit leichten Beeinträchtigungen durch eine Schulter-OP in das Turnier ging und im Angriff häufig auf ihre schwächere linke Schlaghand ausweichen musste, zeigte die Abwehrspezialistin eine tolle Leistung. „Es hat total viel Spaß gemacht, hier in Münster vor diesem tollen Publikum zu spielen und die ersten Wettkampferfahrungen nach der OP zu sammeln. Ausschlaggebend waren heute auf jeden Fall Kiras Aufschlag und unsere Block- und Abwehrarbeit“, erklärte Ludwig nach dem gewonnenen Finale.

Im Spiel um die Bronzemedaille standen sich die Turniersiegerinnen von 2013, Madelein Meppelink/Sophie van Gestel und Karla Borger/Margareta Kozuch gegenüber. Das deutsche Duo sicherte sich in zwei Sätzen (21:16; 21:14) den verbliebenen Podiumsplatz in Münster und verwies Meppelink/van Gestel auf den vierten Rang. Das neu formierte Duo Borger/Kozuch konnte kaum fassen, dass es beim ersten gemeinsamen Auftritt auf deutschem Boden bereits für die erste Podiumsplatzierung reichte und zeigte sich nach der gewonnenen Bronzemedaille überglücklich.

Für eine große Überraschung beim smart super cup Münster sorgten Philipp Arne Bergmann/Yannick Harms. Nach ihrem Turniersieg beim Landesverbandsturnier in Hannover am 1. Mai zog das Duo auf der ranghöchsten nationalen Beachvolleyball-Serie erneut in das Endspiel ein. Dabei bekamen sie es - wie bereits in der ersten Runde - mit den Olympia-Dritten von 2016, Alexander Brouwer/Robert Meeuwsen zu tun. Wie bereits am Vortag behielten die Niederländer auch im Endspiel von Münster die Oberhand und fuhren mit 21:17 und 21:13 ihren ersten Titel auf der smart beach tour ein. „Wir haben heute vor allem gelernt, wie man gute Aufschläge macht. Robert und Alex haben uns mit ihren starken Aufschlägen im Sideout immer wieder zu Fehlern gezwungen. Im Vergleich zum Spiel am Samstag, in dem wir immerhin einen Satz gewinnen konnten, haben sie heute nochmal eine Schippe draufgelegt“, zollte Philipp Arne Bergmann den Siegern nach dem Endspiel Respekt. „Das war ein sehr schönes Turnier in Münster auf sehr hohem Niveau mit vielen tollen Teams und einem tollen Publikum“, resümierte Alexander Meeuwsen nach dem erfolgreichen Turnierabschluss.

Im kleinen Finale machte es Alexander Walkenhorst seiner Schwester Kira nach und sicherte sich einen Platz auf dem Podest in Münster. Mit seinem neuen Partner Sven Winter gelang ihm die Revanche gegen Sebastian Fuchs/Eric Stadie, die das Duell am Vortag in der Gewinnerrunde für sich entschieden. Im Bronzematch setzten sich Walkenhorst/Winter mit 2:1 (17:21; 21:19; 15:13) durch.  

Der nächste Tourstopp der ranghöchsten nationalen Beachvolleyball-Serie findet vom 26. bis 28. Mai in Nürnberg statt. Nach 2014 und 2015 wird der Altmarkt damit bereits zum dritten Mal Schauplatz eines smart beach cups.